So kannst du dir selbst das Klavierspielen beibringen

Du möchtest dir selbst das Klavierspielen beibringen? Wir helfen dir weiter. Hier erfährst du unter anderem:

  • Warum es sich lohnt, Klavier zu spielen
  • Welche Rolle das richtige Instrument spielt
  • Wie du dich immer wieder motivieren kannst
Wie kann ich mir Klavierspielen beibringen

Musizieren ist eines der beliebtesten Hobbys und die meisten Menschen beginnen bereits im Kindesalter damit, ein Instrument zu erlernen.

Doch wie bei vielen anderen Dingen gilt auch hier die Regel: Es ist nie zu spät, mit dem Klavierspielen zu beginnen.

Warum lohnt es sich, Klavierspielen zu lernen?

Im Erwachsenenalter eignet sich besonders das Selbststudium gut, da es einige Vorteile mit sich bringt. Ein wichtiger Punkt ist, dass du ein großes Wissen sowie ein gewisses Verständnis für Musiktheorien entwickelst. Wenn du dir das Klavierspielen selbst beibringst, werden in der Regel schneller Fortschritte erkennbar. 

Zudem werden das logische Denken sowie die Koordination geschult, wenn beide Hände beim Spielen zusammengebracht werden. Ein weiterer Vorteil des Selbststudiums ist die freie Zeiteinteilung. Du kannst dein neues Hobby ganz einfach in den eigenen Alltag integrieren und so viel üben, wie du Lust und Zeit hast.

Kannst du dir das Klavierspielen selbst beibringen?

Wie bereits deutlich wurde, ist die Antwort auf diese häufig gestellte Frage mit ja zu beantworten. Mit den richtigen Übungen und Techniken sowie langfristiger Motivation und Übung ist es möglich, sich das Klavierspielen selbst beizubringen. 

Zu einem späteren Zeitpunkt kannst du immer noch überlegen, mit professionellem Unterricht zu beginnen, um dein Können tiefgehender zu schulen. 

Für den Anfang eignet sich das Selbststudium allerdings sehr gut, um ein Verständnis für das Instrument zu entwickeln und sich ausgiebig mit dem Musizieren auseinanderzusetzen.

Das richtige Instrument finden

Bevor du mit dem Selbststudium im Klavierspielen beginnen kannst, benötigst du das passende Instrument. Welches dabei das richtige ist, kann nur individuell beantwortet werden, denn es kommt auf deine eigenen Vorstellungen und Ziele an.

Ein Punkt, der natürlich nicht außer Acht gelassen werden darf, ist der Preis. Doch dieser sollte nicht entscheidend sein. Wenn du das Gefühl hast, das richtige Instrument für dich gefunden zu haben, dann solltest du nicht vor der Investition zurückschrecken. 

Vor allem Anfänger sollten sich bei der Entscheidung Hilfe suchen. Am besten ist ein persönliches Gespräch mit einem Mitarbeiter im Musikgeschäft. Hier kannst du dir einen Überblick über die Angebote machen und die Klaviere ausprobieren. Auch Erfahrungsberichte im Internet können hilfreich sein.

Wichtig ist, dass du weißt, was dein Ziel ist. Möchtest du professionell Klavierspielen und damit vielleicht sogar eines Tages Geld verdienen? Dann solltest du dich auf jeden Fall für ein hochwertiges Klavier oder sogar einen Flügel entscheiden. 

Möchtest du das Musizieren nur als Hobby ausüben, kannst du über ein günstigeres E-Piano oder sogar ein Keyboard nachdenken. Keyboards eignen sich gut für Anfänger, da ihre Tasten meistens leichter zu drücken sind und die Tastatur beschränkt ist.

Noten lernen

Ein wichtiger Teil des Selbststudiums im Klavierspielen ist das Notenlesen. Häufig wird dies bereits in der Schule gelehrt, doch viele Menschen verlernen es wieder, wenn es im Alltag nicht benötigt wird.

Zu Beginn solltest du mit dem Violin- oder auch G-Schlüssel anfangen. Dieser gibt in der Regel an, welche Töne die rechte Hand spielt. Kaufe dir dafür ein Notenheft und übe für den Anfang die C-Dur-Tonleiter. 

Nach und nach kommen die sogenannten Vorzeichen hinzu, die auf dem Klavier eine weiße Taste zu einer schwarzen Taste machen. Findest du dich gut in dem aus fünf Linien bestehenden Notensystem zurecht, kannst du mit dem Lesen des Bass-Schlüssels beginnen. 

Dieser wird entscheidend, wenn es um die linke Hand, also in den meisten Fällen die Begleitstimmte, geht. Die wahre Kunst ist es, später beide Hände und Schlüssel zusammenzubringen. Dies ist am Anfang recht kompliziert und verlangt viel Üben von dir.

Klavierspielen lernen mit Büchern

Hast du die Grundlagen des Notenlesens erlernt, kann es nun endlich mit dem Klavierspielen losgehen. Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten. Mit Büchern kann man sehr gut lernen. 

Hier werden mit Bildern und Erklär-Texten die Grundlagen des Klavierspielens leicht verständlich beigebracht. Häufig sind in den Büchern auch erste kleine Lieder zu finden, die nach und nach einstudiert werden können.

Im Internet kannst du dich mit anderen Musikern austauschen und dir Empfehlungen für gute Bücher einholen.

Online Klavierspielen lernen

Eine weitere beliebte Möglichkeit, das Klavierspielen zu erlernen, sind Online-Kurse und Videos.

Das Lernen mithilfe des Internets ist sehr vielseitig. Es gibt verschiedene Kursangebote, bei denen du regelmäßig Lektionen mit Grundlagen zur Musiktheorie und dem Klavierspielen erhältst.

Unterstützt wird dies durch Videos, die viele hilfreiche Tipps enthalten.

Erst die rechte, dann die linke Hand

Wenn es um das Erlernen des Klavierspielens geht, gibt es eine sehr wichtige Regel, die du beim Selbststudium beachten solltest. 

Erfahrene Pianisten spielen natürlich mit beiden Händen gleichzeitig und das ist wahrscheinlich auch dein Ziel. Doch am Anfang solltest du nur mit der rechten Hand beginnen. 

So kannst du dich langsam an die Klaviertastatur gewöhnen und erste Melodien einstudieren. Erst nach einigen Wochen regelmäßiger Übung solltest du die linke Hand hinzunehmen, die in den meisten Fällen die Akkorde und Begleitstimmen übernimmt. 

Auch hier solltest du langsam beginnen und mit wenigen Tönen und einfach zu greifenden Akkorden beginnen. In den Büchern und Online-Videos gibt es hilfreiche Tipps, wie du beide Hände zusammenbringst.

Motiviert bleiben

Ein wichtiger Tipp, wenn du dir das Klavierspielen selbst beibringen möchtest, ist, motiviert und diszipliniert zu bleiben. Natürlich hat man nicht jeden Tag Lust auf langes Üben. 

Das ist auch nicht nötig. Wenn du dich zum Üben zwingst, kannst du schnell den Spaß an deinem neuen Hobby verlieren. Dennoch ist es wichtig, eine gewisse Routine ins Klavierspielen zu bekommen. 

Beispielsweise kannst du dir pro Woche zwei bis drei Wochentage aussuchen, an denen du üben möchtest. Für den Anfang eignen sich ein bis zwei Stunden, um die Finger nicht zu überanstrengen.

Natürlich kannst du nicht von Anfang an ein perfekter Pianist sein, doch davon darfst du dich nicht verunsichern lassen. Wenn bestimmte Übungen nicht direkt funktionieren und du einige Lieder noch nicht spielen kannst, ist das kein Problem. 

Lass dich davon nicht verunsichern, sondern siehe kleine Rückschläge als Ansporn, um noch intensiver zu üben.

Ein Tipp, um stets motiviert zu bleiben, ist, dass du dir eine Liste mit deinen Lieblingsliedern machst. Dein Ziel kann dann sein, irgendwann einmal all diese Lieder auf dem Klavier spielen zu können.

Selbststudium: Erfahrungen

Natürlich ist es eine große Herausforderung, sich das Klavierspielen selbst beizubringen. Doch das Selbststudium ist auf jeden Fall vielversprechend. 

Es gibt viele Menschen, die sich das Musizieren selbst beigebracht haben und später professionellen Unterricht nahmen. Sie entwickelten sich in der Musik schnell weiter, da sie sich bereits durch das Selbststudium ein breites Wissen angeeignet haben.

Auch kann man sich jahrelang selbst viel beibringen. Es kann vor allem große Freude bereiten, sich die Übungszeit selbst einzuteilen und die Lieder zu erlernen, die man schon immer spielen wollte. 

Du kannst mit einem Übungsbuch und einfachen Akkorden beginnen und schließlich mit zahlreichen Videos lernen. Doch hier gilt die Regel, dass du im Selbststudium die für dich am besten geeignete Strategie entwickeln musst.

Wichtige Tipps

Zum Schluss gibt es noch einige weitere Tipps, die dir das Selbststudium im Klavierspielen erleichtern.

Ein wichtiger Punkt ist der Übungsort.

Wohnst du noch Zuhause, kannst du dein Klavier in deinem Zimmer oder an einem anderen ruhigen Ort im Haus platzieren. Wichtig ist dabei, dass du ungestört spielen und dadurch das Beste aus deiner Übungszeit herausholen kannst.

Ein weiterer Tipp ist, deine Arbeit und deinen Prozess während des Selbststudiums ab und zu kontrollieren zu lassen. Dabei kannst du dich an Bekannte oder Freunde wenden, die Erfahrung im Klavierspielen haben. 

Du kannst bei der Gelegenheit überprüfen, ob deine Finger richtig auf den Tasten platziert sind und deine Körperhaltung gut ist. Bei vielem Üben in einer falschen Sitzposition kann es gegebenenfalls zu Rücken- und Schulterschmerzen kommen. 

Auch allgemeine Fragen zum Klavierspielen kannst du während der regelmäßigen Kontrolle stellen.

Rate this page